Energiekrise: Nachfrage nach Alternativen zur Gasheizung rasant gestiegen

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Berlin (ots|wro) - Gas wird knapp und der Winter rückt näher. Spätestens, seit Wirtschaftsminister Robert Habeck die zweite Krisenstufe des Not-fallplans Gas aktiviert hat, sind deutsche Ver-braucher:innen alarmiert. Die Sorge vor kaltem Wohnraum und hohen Nachzahlungen spiegelt sich in einem gestiegenen Interesse an alterna-tiven Heizmitteln wider. Auf idealo ist die Nach-frage nach Elektroheizungen, Kaminen und Öfen im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 350 Prozent gestiegen. Auch die Preise ziehen mitunter an.

Deutlich gestiegene Nachfrage nach alternativen Wärmequellen

Eine Analyse der Preisvergleichsplattform idealo zeigt, dass sich angesichts der aktuellen Gaskri-se immer mehr Menschen nach alternativen Wärmequellen umsehen. So ist die Nachfrage nach strombetriebenen Heizmitteln im Ver-gleich zum Vorjahr deutlich gewachsen. Elektro-heizungen etwa waren auf idealo im Juni dieses Jahres mehr als viermal so gefragt wie noch im Vorjahresmonat. Auch Kamine und Öfen erleben ein Comeback: Hier liegt der Nachfrageanstieg bei etwa 280 Prozent. Die Nachfrage in der Ka-tegorie Brennstoffe, die neben Anzündmitteln auch Brennholz enthält, hat sich laut Auswer-tung sogar verzwanzigfacht.

Daneben scheinen Verbraucher:innen auch auf anderem Wege Energie einsparen zu wollen: Im Vergleich zum Vorjahr ist zum Beispiel das Kauf-interesse an Dämmstoffen um rund 90 Prozent gestiegen. Auch im Bereich der wassersparen-den Duschköpfe kann die Preisvergleichsplatt-form einen Nachfragezuwachs von bis zu 15 Prozent verzeichnen.

Energiekrise: Auf idealo ist angesichts der Gaskrise die Nachfrage nach alternativen Heizmitteln gestiegen. Bild: idealo Internet GmbH

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Auch die Preise ziehen mitunter an

Das gestiegene Kaufinteresse wirkt sich auch auf die Preisgestaltung aus. Zwar blieben die Kosten für eine Elektroheizung bisher relativ stabil - aktuell liegt der Durchschnittspreis auf idealo bei etwa 235 Euro - in der Kategorie  Kamine & Öfen geht die Tendenz aber deutlich nach oben: Im Juni 2022 muss-ten Käufer:innen hier im Schnitt 14 Prozent mehr Budget einplanen als im Vorj-ahresmonat. Zwischen Juni und Juli 2022 stieg der Durchschnittspreis dann um weitere vier Prozent - aktuell liegt dieser bei rund 1.934 Euro. Brennstoffe sind zurzeit sogar 40 Prozent teurer als zur gleichen Zeit im Vorjahr.

Wer mit wassersparenden Armaturen nachrüsten möchte, zahlt bis dato kaum drauf. Dämmstoffe hingegen sind auf idealo im Schnitt bereits 27 Prozent teu-rer als noch im Juli 2021.