Flugchaos 2022 - nicht auf Ansprüche
nach der Fluggastrechteverordnung verzichten!

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Wien/Wiesbaden (ots|wro) - Die EU Verordnung 261/2004 sieht Ausgleichszahlungen für Passagiere vor. Annullierte Flüge waren das häufigste Problem.

Im Jahr 2022 hat der Flugbetrieb nach den von Co-rona geprägten Jahren wieder an Fahrt aufgenom-men. Vor der Corona Pandemie waren Ankunftsver-spätungen von mehr als drei Stunden meist der Grund für Ärger auf Flugreisen. Im Jahr 2022 war
die Annullierung das am häufigsten auftretende Problem.

Zahlreiche Flüge wurden kurzfristig gestrichen. Leid-tragende waren die Reisenden. In der FairPlane Ge-samtbetrachtung der Problem Flüge im Zeitraum Jänner bis November 2022 waren 50,38% der Flüge annulliert und 35,57% der Flüge mehr als drei Stun-den verspätet. Verpasste Anschlussflüge betrugen 8,21%, Umgeleitete Flüge 3,98% und Überbuchun-
gen 1,85%.

In der dargestellten Grafik zeigt FairPlane die Gründe des Flugproblems bei ausgewählten Fluglinien. Wei-tere Grafiken können gerne per Rückfragehinweis angefordert werden.

Passagierrechte und Ansprüche
bei kurzfristigen Annullierungen

Wenn die Fluglinie den Passagier weniger als 14 Ta-ge vor dem Abflug über die Annullierung informiert, kann ein Anspruch auf Ausgleichszahlung nach der Fluggastrechteverordnung (EU261/2004) bestehen. Die Höhe der Zahlung liegt zwischen 250, 400 oder 600 Euro und richtet sich nach der Länge der Flugstrecke.

Der von der Annullierung betroffene Passagier hat  zusätzlich zu der Ausgleichszahlung einen Anspruch auf

  • Ticketkostenrückerstattung oder
  • eine Ersatzbeförderung zum frühestmöglichen Zeitpunkt
  • oder einen Rückflug zum ersten Abflugort

Wird eine alternative Beförderung unter vergleichba-ren Reisebedingungen von der Fluglinie nicht ange-boten, kann selbst eine Ersatzbeförderung gebucht werden. Die Fluglinie sollte man vorab informieren und das auch dokumentieren. Die Kosten des Er-satzfluges muss das Luftfahrtunternehmen tragen.

Während der Wartezeit auf einen Ersatzflug muss die Fluglinie Betreuungsleistungen erbringen: Speisen, Getränke, Unterbringung in einem Hotel, Fahrt vom und zum Flughafen. Meist erhalten be-troffene Passagiere Gutscheine von der Airline. Müs-sen diese Ausgaben selbst bezahlt werden, können die Ausgaben bei der Fluglinie zur Erstattung einge-reicht werden. Daher sollten alle Belege für zusätz-liche Ausgaben gut aufbewahrt werden.

FairPlane, das Fluggastrechteportal rät allen Betrof-fenen Passagieren diese Ansprüche geltend zu ma-chen und nicht auf Ausgleichszahlungen zu verzicht-en. Der Anspruch verjährt erst nach drei Jahren. Fair-Plane ist seit 2011 in Deutschland und Österreich tätig. Alle Aufträge werden von Vertragsanwälten be-arbeitet. Der Kunde trägt kein Prozessrisiko, dieses wird von FairPlane übernommen. Nur bei erfolgrei-cher Durchsetzung wird eine Erfolgsprovision vom ausbezahlten Betrag abgezogen.

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